Archiv für April, 2010
lieven
22.04.2010

Ich habe mir letzte Woche endlich ein australisches Konto angelegt. Eigentlich recht spät aber ich habe es erstmal eigentlich nicht gebraucht, weil ich ja meine VISA Karte aus Deutschland habe und damit kostenlos Geld abheben kann. Nun habe ich es doch gemacht bei der NAB, das Konto ist da generell kostenlos. Für Studenten gibt es noch andere Möglichkeiten, wie die ANZ Bank, die, wie der Name schon vermuten lässt, neben Australien auch in Neuseeland Filialen hat (NZ = New Zealand :P ), Westpac oder die Commonwealth Bank (das erste mal als ich die gesehen hab hab ich gedacht es gibt hier eine Commerzbank nur mit nem coolerem Logo, falsch gedacht ;) ). Da ich das Konto online angelegt habe musste ich noch eine Filiale besuchen um mich zu identifizieren (wegen Terrorgefahr, damit die Terroristen nicht auf anonyme Konten zugreifen können). Dort musste ich nurnoch meinen Pass vorzeigen. Und ich wurde sogar als Holländer erkannt. Knapp daneben ist auch vorbei, sie hat “Deutschland” mit “Dutch” verwechselt.

In der Uni danach gab es heute einen Feueralarm Test. Die Vorlesung war eh langweilig und der Campus danach voller als sonst. War auch einer der höheren Gebäude mit 7 oder 8 Stockwerken. Lustig war auch die Art des Feueralarms. Erst kam ein “prepare to evacuate” mit nem Ton den ich eher als einen blöden Handyklingelton, als einen Feueralarm bezeichnet hätte; recht leise und nicht wirklich dafür geeignet eingeschlafene Studenten zu wecken. Nachdem die Masse schon auf den Fluren unterwegs war kam der echte Feueralarm mit Durchsage, welcher nicht nur mir innere Panik bereitet hat (und das nur bei einem Test).
Naja nach dem Fußballtraining bin ich erstmal kaputt. So doll haben meine Beine seit Jahren nicht mehr wehgetan. Und das Wochenende naht … oh oh.

lieven
20.04.2010

Selbst als ein Vorstadtberliner muss man mal in Melbourne die Berlin-Bar besucht haben. Die liegt übrigends in China Town, wie auch das Hofbräuhaus. Es scheint wohl eine recht günstige Gegend zu sein…
Naja die Bar ist jedenfalls recht lustig, denn sie ist aufgeteilt in Ost und West. Der Westen ist eher prunkvoller und schicker eingerichtet. Im Osten (wo ich natürlich gesessen habe) hatte alles einen sehr militärischen Touch. Die Decke wurde mit einem Tarnnetz bespannt und es standen überall Doppelstockbetten (australische) herum mit Militärbettwäsche und -decken (Bundeswehr, nicht von der NVA). Entweder gab es einfache Tische und Stühle oder alte Badewannen wurden als Tische umfunktioniert (mit einer Kunststoffplatte, damit das Bier nicht umkippt). Auch eine Fototapete vom Schloß Neuschwanstein konnte man auf dem Klo bewundern und an der Tür für naja, M und W halt, waren schöne Textilbilder, gestrickt waren sie glaube ich (wohl eher ostdeutsch). Diese kamen mir auch von der Art her bekannt vor, so etwas habe ich auch schonmal gesehen. Die Mauer durfte im Ostteil natürlich auch nicht fehlen, auch wenn sie bemalt war (sogar teils auf englisch). Naja jedenfalls find ich es lustig wie das Klischee von Berlin so bei den Australiern aussieht. Bilder wollte und konnte ich leider keine schießen, da ich meine Kamera nicht dabei hatte.

lieven
14.04.2010

Nur wenige Wochen nach Studienbeginn sind die ersten Belegarbeiten fällig. Zeit für Nachtschichten und Colaparaden. Bei mir hat sich in den letzten Wochen wenig getan, ich habe viel zu schreiben (und zu fluchen).
Durch die Zeitumstellung sind es nun aber auch nurnoch 8h Unterschied nach Deutschland, was das morgendliche Skypen quasi unmöglich macht. Naja ok 7 Uhr hatte ich eigentlich vorher auch nie lust aufzustehen.
Dafür habe ich nun regelmäßig Fußballtraining, ich bin nämlich dem Uni Fußball Club beigetreten. Warum kein Footie oder Rugby? Vielleicht liegts am Mißtrauen ins australische Gesundheitssystem, ich weiss nichtmal was so ein Beinbruch kostet. Nachdem ich die Leute da gesehen habe, habe ich nämlich Angst um meine zerbrechlichen Knochen ;) Außerdem ist es auch nicht so prickelnd im Sommer mit Gips rumzulaufen.
Vielleicht wechsel ich nächste Saison zum Footie, wenn ich durchs Training bisschen fitter geworden bin. Aber erstmal hat bei uns die Saison angefangen, das heisst meine Freizeit wird erstmal gut ausgenutzt.
Es dauert aber auch nicht mehr lange bis die nächsten arbeiten fällig sind und dann die Prüfungen anstehen, danach habe ich auch erstmal 2 Wochen frei.
Die Zeit vergeht hier recht schnell, weswegen ich auch froh bin mich nicht nur für ein Semester in Australien beworben zu haben.