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Ja, am Wochenende war wahrscheinlich das letzte Spiel der Saison für mich. Eigentlich war es schon eine Woche davor aber dieses Spiel wurde verschoben und nun nachgeholt. Und genau bei diesem Spiel habe ich es geschafft mein erstes Saisontor zu schießen köpfen. Da ich eigentlich Verteidiger spiele ist das dieses mal schon etwas besonderes für mich nach 8 Jahren das erste Tor gemacht zu haben ![]()
Und was für Fußball das Ende bedeutet, bedeutet den Beginn der Cricket Saison (langweilig
). Böse Zungen behaupten ja, dass man Cricket nur im Sommer spielen kann, weil man im Winter eher erfrieren würde; was einige Inder/Pakistaner/Sri Lankaner/etc … an einem schönen “Wintertag” trotzdem nicht davon abgehalten hat. Bewegt haben die sich dann trotzdem nicht oft. Cricket steht, dank Commonwealth und der Nähe zu England, dennoch weit oben in der Beliebtheitsskala, anscheinend sogar höher, als europäischer Fußball und so weit, dass auf jedem Rasenplatz den ich gesehen habe man auch einen schönen Kunstrasenstreifen fürs Cricket findet (nach einer Regnerischen Fußballsaison mit viel Gepflüge und Gegrätsche ist das meist auch so gut wie der einzige grüne Fleck auf dem Platz). Jedenfalls macht es nicht besonders viel Spaß da drauf Fußball zu spielen, so dass man dort auch auf Tackling und Grätschen verzichtet
.
In Australien wird auch sonst nicht so genau auf die Ebenheit von Fußballplätzen geachtet. Wo man in Deutschland überall mit der Wasserwaage feststellt, dass der Platz zu 100% Eben ist sind die Cricket Kunstrasenstreifen oftmals etwas erhaben, so dass es von weitem aussieht wie ein riesiges, frisches Grab (ohne Grabstein). Ich wurde sogar schon gefragt, warum in Deutschland der Rasen immer so grün ist, obwohl es dort doch viel kälter ist. Ich glaube das ist der Trick … und vielleicht das Geld, aber nein … eher das Wetter.
Auch wenn man den Winter mit dem deutschen Winter überhaupt nicht vergleichen kann – wenn man Schnee sehen will muss man in die Australischen Alpen fahren (ja, sowas gibts hier auch) – bin ich froh, dass der bald sein Ende findet. Auch wenn sich die Temperaturen selten dem Gefrierpunkt nähern kann es passieren, dass man mitten im Juli Weihnachtsstimmung bekommt … vor allem, wenn jemand in der Lerngruppe auf die Idee kommt ‘ne Zimtstange in den Kaffee zu stecken. Mit etwas “Stille Nacht” ist es dann perfekt, Weihnachten im Juli.
… und keiner bekommt es mit. Natürlich gibt es eine umfangreiche Berichtserstattung in den Medien vorhanden, doch gerade für deutsche ist es ungewohnt, denn für eine Wahl fehlt etwas entscheidendes: Der Schilderwald wo die Köpfe derjeniger hängen (sollten), die man später verfluchen wird. Nur einige kleinere Plakätchen im Kioskschaufenster habe ich gesehen. Im Internet dagegen sieht es ganz anders aus, vor allem bei YouTube gab es etliche Videoempfehlungen zur Wahl und natürlich wurde auf den Newsseiten darüber berichtet.
Eine Überraschung wird es wahrscheinlich auch geben, denn es wird anscheinend eine Hängepartie (Hung Parliament), wo es keine eindeutige Mehrheit gibt. Das letzte mal gab es sowas vor 70 Jahren. Und dieses mal liegt es an den Grünen und den Unabhängigen, welcher Partei (Labor oder die liberal konservative Koalition) sie zur Mehrheit verhelfen. Vor allem die Grünen haben bei dieser Wahl so viele Stimmen bekommen, wie noch nie zuvor und bekommen dieses Jahr sogar einen Sitz im Parlament. Von mehr, als 10%, wie in Deutschland können die aber noch Träumen.
Naja jedenfalls dauert es noch, bis alle Stimmen (vor allem die Briefstimmen) ausgezählt sind. Zur Zeit sind beide großen Fraktionen kurz vor der Ziellinie von 75 Sitzen (Labor 73 und Koalition 72) und wie es aussieht, werden beide diese Linie nicht überschreiten.