lieven
01.01.2011

Nun ging es noch einmal nach Sydney, zu einer Zeit in der die Stadt seit Wochen von Touristen förmlich überschwemmt wird und der Sommer zur Bestform finden sollte. Wenn man am Circular Quay (dort, wo das Opernhaus steht) entlang läuft findet man vor allem auch deutsch sprachige Touristen. Nicht verwunderlich, denn ein Brasilianer, mit dem ich mich unterhalten habe, soll erfahren haben, dass zu der Zeit ca. 4 Millionen Visa für deutsche ausgestellt waren. Zur Erinnerung, Australien hat nur 20 Millionen Einwohner.
In Sydney gibt es wohl viele Parties und Veranstaltungen, von denen die meisten für normale Menschen, wie mich wahrscheinlich unbezahlbar waren. Daher zieht es die Meisten Touristen auch eher zu Orten an denen man die Harbour Bridge gut im Blick hat. Wir sind schon um 11 Uhr direkt zum Opernhaus gegangen und wie es sich gezeigt hat, sollte man mit ausreichend Verpflegung und Sonnenschutz so früh wie möglich dort hin gehen, um sich Plätze zu sichern, auch wenn es eher ein Massenpicknick war, als ein Menschenauflauf, wie ich es vom Brandenburger Tor gewohnt bin. Man hat dann natürlich auch eine Menge Zeit sich mit anderen Leuten zu unterhalten oder einen Strandtag ohne Meer zu verbringen.
Erst am nächsten Morgen, als ich im TV einen Bericht über die Vorbereitungen der Silvesterparty in New York gesehen habe ist mir aufgefallen, dass die Verantwortlichen in Sydney mehr Angst vor Alkohol und Glasflaschen haben, als vor Waffen, denn ich habe nicht mitbekommen, dass man Leibesvisitationen gemacht hat, geschweige denn Hunde zum erschnüffeln von Sprengstoff oder Scharfschützen auf den Dächern eingesetzt hat. Wer jedoch Alkohol hinein “schmuggeln” will, sollte dich besser vorbereiten, als ein paar Touristen vor mir in der Schlange zur Rucksackkontrolle (zufälliger Weise waren es Deutsche :P ), die Wein in eine PET Wasserflasche abgefüllt hatten und auf Anfrage meinten es wäre Cola.
Manche Kontrolleure kontrollieren gründlich, manche eher oberflächlich. Wenn man sich nicht, wie Karla, unbemerkt an den Kontrolleuren vorbeischummeln kann und auffliegt (wie ich :( ) lohnt es sich, einfach mal 20 meter weiter zu gehen. Dort war ein weiter Eingang, der nicht nur viel leerer war, sondern auch nicht ganz so strenge Kontrolleure hatte.
Eine andere Möglichkeit wäre einfach nur Vodka in Wasserflaschen zu füllen (wer hätte das gedacht). Am besten noch eine “Testflasche” zum riechen. Getränkebecher von McDonald’s wurden soweit ich das gesehen habe auch nicht kontrolliert ;) .
Ein Musikprogramm gab hier jedoch leider nicht, doch wir hatten Glück, denn direkt hinter dem Geländer an dem wir Standen ist ein tiefer gelegenes Restaurant oder eine Bar, welche eine Mottoparty (70er Disco) veranstaltet hat. Kostenlos für uns, um die 300$ für die, die unten standen ;) Dem Manager hat unsere kostenlose Unterhaltung sichtlich nicht ganz so gefallen, aber wer hätte denn denken können, dass die Menschen von oben herunter gucken können.
Das Feuerwerk war natürlich sehr gut und eindrucksvoller, als man es im TV gesehen hat. Es hat sich vor allem auch gelohnt so lange dafür zu warten.

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