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Diese Woche habe ich meine letzte Belegarbeit abgegeben und kann mich nun entspannt dem Sommer zuwenden ![]()
Meine Prüfungsphase dauerte dieses Semester relativ lange. Im Gegensatz zum letzten Semester habe ich meine Prüfungen verteilt über die ganze Prüfungsphase gehabt. Das hat natürlich den Vorteil, dass man meist zwischen den Prüfungen genug Zeit hat nochmal zu lernen, andererseits ist auch das mit der Zeit ganz schön stressig, vor allem weil ich eine Woche nach der letzten Prüfung noch eine Belegarbeit abzugeben hat. Somit waren John, mit dem ich 3 Kurse zusammen habe und der somit den selben Ablauf hatte, und ich teilweise die einzigen Studenten auf dem Campus, um an der Belegarbeit zu arbeiten. Wenigstens war das Thema nicht ganz so langweilig
.
In einem Semester muss man als internationaler Student Kurse für insgesamt 24 Credit Points belegen, das sind dann meistens 4. In jedem Kurs muss man dann im Allgemeinen 2 Belegarbeiten schreiben. Als Richtlinie kann man sagen, dass je Belegarbeit ca 3000 Wörter vorgegeben werden, was natürlich auch von Arbeit zu Arbeit variieren kann und dann vom Thema abhängt oder ob es eine individuelle oder Gruppenarbeit ist. Zusätzlich darf man dann am Ende des Semesters auch noch eine Prüfung schreiben. All das hängt aber auch oft von den Kursen ab, denn bei manchen Kursen schreibt man nur eine große Semesterarbeit und hat dafür keine Prüfung oder man schreibt Tests anstatt der Belegarbeiten. Aber im Ganzen wird im gesamten Semester dafür gesorgt, dass keine Langeweile aufkommen kann ![]()
Der Stoff selber ist absolut machbar, wenn man nicht gerade auf den Kopf gefallen ist. Einen großen Anteil am Erfolg beim Studium hat auch das eigene Zeitmanagement (zum Glück hatte ich das als Soft Skill Fach im Bachelor
), um die Arbeiten zu schaffen. So sollte man gerade am Anfang die Belegarbeiten nicht auf die letzte Woche verschieben.

In Australien werden die Prüfungen meist in großen Sälen geschrieben mit hunderten anderer Studenten. Und da die meisten Unis keine solchen großen Sälen haben werden sie angemietet. Unsere Prüfungen schreiben wir im Caulfield Racecourse, gleich auf der anderen Seite des Bahnhofs. Wo sonst immer Pferderennen stattfinden schreiben die Studenten der Monash Uni ihre Prüfungen. Selbst vom weiter Auswärts liegenden Clayton Campus, der übrigens so groß ist, dass er einen eigenen PLZ Bereich hat, müssen die Studenten nach Caulfield fahren, um die Prüfungen zu schreiben. Andere Unis müssen sich für die Prüfungen auch Räume anmieten, z.b. schreiben die Studenten des RMIT die Prüfungen im MSAC, Melbourne Sport and Aquatic Center.

Es ist fast geschafft. Das erste Semester ist fast um, in 2 Wochen fängt die Prüfungszeit. Letzte Woche hatte ich aber noch einen tollen Belegarbeitsmarathon. Nun ist es zeit sich über die sagenhaften 3 Wochen Ferien Gedanken zu machen. Da hier zur Zeit Winter ist lohnt sich das Reisen eigentlich nicht so. Aber ich werde trotzdem erstmal mein Fahrrad flicken (endlich). Die Umgebung habe ich bisher nur in vollen Zügen genossen (haha) …
Aber etwas anderes wird mich viel mehr binden diese Ferien. In Australien gibt es nämlich eine fiese Alkoholsteuer, das heißt ein 6er Pack “Bier” kostet mindestens 15$ (ca 10€), richtiges Bier aus Deutschland mindestens 20$, teils aber auch 30$. In Supermärkten gibt es hier aber “Home Brew” Rohstoffe zu kaufen und Starterkits. Das bedeutet ich will versuchen mein eigenes Bier zu brauen
. An dieser Stelle nochmal Danke an Sandra für das tolle Buch ![]()
Ja und nun habe ich es auch endlich geschafft eine dicke Bettdecke zu kaufen. Sie wird meine Sommerdecke für die nächsten Monate dann ersetzen/unterstützen.

Eines sollte man wissen, wenn man den Winter im Süden Australiens verbringt: Die meisten Häuser haben keine Heizung und sind sehr schlecht isoliert. Die meisten Leute kaufen sich dann für den Winter dicke Decken, wie ich, bzw auch mobile, elektrische Heizungen. Diese lassen dann auch die Stromrechnung in die Höhe schießen im Winter. Wer klug ist (also ich nicht, bei der nächsten Wohnung vielleicht
) der schaut sich natürlich auch nach einer Wohnung um, wo die Nebenkosten schon in der Miete enthalten sind.
Nur wenige Wochen nach Studienbeginn sind die ersten Belegarbeiten fällig. Zeit für Nachtschichten und Colaparaden. Bei mir hat sich in den letzten Wochen wenig getan, ich habe viel zu schreiben (und zu fluchen).
Durch die Zeitumstellung sind es nun aber auch nurnoch 8h Unterschied nach Deutschland, was das morgendliche Skypen quasi unmöglich macht. Naja ok 7 Uhr hatte ich eigentlich vorher auch nie lust aufzustehen.
Dafür habe ich nun regelmäßig Fußballtraining, ich bin nämlich dem Uni Fußball Club beigetreten. Warum kein Footie oder Rugby? Vielleicht liegts am Mißtrauen ins australische Gesundheitssystem, ich weiss nichtmal was so ein Beinbruch kostet. Nachdem ich die Leute da gesehen habe, habe ich nämlich Angst um meine zerbrechlichen Knochen
Außerdem ist es auch nicht so prickelnd im Sommer mit Gips rumzulaufen.
Vielleicht wechsel ich nächste Saison zum Footie, wenn ich durchs Training bisschen fitter geworden bin. Aber erstmal hat bei uns die Saison angefangen, das heisst meine Freizeit wird erstmal gut ausgenutzt.
Es dauert aber auch nicht mehr lange bis die nächsten arbeiten fällig sind und dann die Prüfungen anstehen, danach habe ich auch erstmal 2 Wochen frei.
Die Zeit vergeht hier recht schnell, weswegen ich auch froh bin mich nicht nur für ein Semester in Australien beworben zu haben.


