lieven
26.11.2010

Diese Woche habe ich meine letzte Belegarbeit abgegeben und kann mich nun entspannt dem Sommer zuwenden ;)
Meine Prüfungsphase dauerte dieses Semester relativ lange. Im Gegensatz zum letzten Semester habe ich meine Prüfungen verteilt über die ganze Prüfungsphase gehabt. Das hat natürlich den Vorteil, dass man meist zwischen den Prüfungen genug Zeit hat nochmal zu lernen, andererseits ist auch das mit der Zeit ganz schön stressig, vor allem weil ich eine Woche nach der letzten Prüfung noch eine Belegarbeit abzugeben hat. Somit waren John, mit dem ich 3 Kurse zusammen habe und der somit den selben Ablauf hatte, und ich teilweise die einzigen Studenten auf dem Campus, um an der Belegarbeit zu arbeiten. Wenigstens war das Thema nicht ganz so langweilig ;) .

In einem Semester muss man als internationaler Student Kurse für insgesamt 24 Credit Points belegen, das sind dann meistens 4. In jedem Kurs muss man dann im Allgemeinen 2 Belegarbeiten schreiben. Als Richtlinie kann man sagen, dass je Belegarbeit ca 3000 Wörter vorgegeben werden, was natürlich auch von Arbeit zu Arbeit variieren kann und dann vom Thema abhängt oder ob es eine individuelle oder Gruppenarbeit ist. Zusätzlich darf man dann am Ende des Semesters auch noch eine Prüfung schreiben. All das hängt aber auch oft von den Kursen ab, denn bei manchen Kursen schreibt man nur eine große Semesterarbeit und hat dafür keine Prüfung oder man schreibt Tests anstatt der Belegarbeiten. Aber im Ganzen wird im gesamten Semester dafür gesorgt, dass keine Langeweile aufkommen kann ;)
Der Stoff selber ist absolut machbar, wenn man nicht gerade auf den Kopf gefallen ist. Einen großen Anteil am Erfolg beim Studium hat auch das eigene Zeitmanagement (zum Glück hatte ich das als Soft Skill Fach im Bachelor :P ), um die Arbeiten zu schaffen. So sollte man gerade am Anfang die Belegarbeiten nicht auf die letzte Woche verschieben.
Prüfungsraum
In Australien werden die Prüfungen meist in großen Sälen geschrieben mit hunderten anderer Studenten. Und da die meisten Unis keine solchen großen Sälen haben werden sie angemietet. Unsere Prüfungen schreiben wir im Caulfield Racecourse, gleich auf der anderen Seite des Bahnhofs. Wo sonst immer Pferderennen stattfinden schreiben die Studenten der Monash Uni ihre Prüfungen. Selbst vom weiter Auswärts liegenden Clayton Campus, der übrigens so groß ist, dass er einen eigenen PLZ Bereich hat, müssen die Studenten nach Caulfield fahren, um die Prüfungen zu schreiben. Andere Unis müssen sich für die Prüfungen auch Räume anmieten, z.b. schreiben die Studenten des RMIT die Prüfungen im MSAC, Melbourne Sport and Aquatic Center.

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lieven
28.07.2010

Nach einer kurzen Unterbrechung ist die Seite auch wieder online. Nun, was ist inzwischen passiert? Nach 3 Wochen hat das 2. Semester angefangen. Neue Kurse, neue Leute. Auf jeden Fall bin ich froh, dass die Winterferien nicht zu lange dauern, weil dadurch im Sommer laenger frei ist :P . Schliesslich gibt es im Winter nichts besonderes worauf man sich freuen sollte (wie Weihnachten und Silvester in Deutschland). Wenn die Sonne nicht gerade draussen ist, wird es doch recht frisch und ungemuetlich. Aber immernoch Nichts im Vergleich zum deutschen Winter ;)
Nun, Weg war ich auch ein bisschen.
Ich war im “Museum of Immigration”, in der die Geschichte der Immigranten in Australien und speziell in Melbourne sehr gut dargestellt wird. Besonders betont werden dort die Immigration an sich, aber auch u.a. die Geschichte der Afghanen (nach denen der beruehmte Zug “The Ghan” zwischen Adelaide und Darwin benannt ist), die samt Ihrer Kamele nach Australien “importiert” wurden, um das Innenland besser zu erkunden und mit Waren zu beliefern. Deutsche Geschichte kommt leider etwas zu kurz. Jemand meinte zu mir, dass die Austellung schonmal etwas groesser war und dort auch mehr ueber die Deutschen erzaehlt wurde.
Im Aquarium war ich auch. Ein Taxifahrer hat es mir mal am Anfang meines Australienaufenthalts empfohlen. Nun wurde es auch endlich Zeit mal rein zu gehen. Bilder dazu, vom Eurekatower und dem Rugbyspiel am naechsten Samstag kommen auch noch nach, denn derzeit leidet mein Internet wieder an einer schwachen Leitung, denn das Volumen ist beinahe verbraucht.

lieven
11.02.2010

Nach den letzten Tagen in Niedersachsen heisst es dann heute endgültig Abschied nehmen und das letzte mal in Deutschland telefonieren. Die Verabschiederei hat mir noch nie Spaß gemacht und von Tag zu Tag wirds auch immer schlimmer. Es kommt mir so vor, als ob alle denken ich würde für immer verschwinden. 2 Jahre sind im Augenblick noch eine so lange Zeit, aber wenn man zurück denkt merkt man, dass auch die letzten 2 Jahre Studium wie im Fluge vergangen sind, dann werden auch die 2 Jahre in Australien schneller vergehen, als einem lieb ist.

Naja die letzten Tage habe ich mit Faulheit, Freizeit und Nichtstun verbracht. Dazu immer der Satz “Iss mal, bald in Australien wirst du eh nicht so viel essen”. So nahm ich in der Abschiesphase mehr zu als letzte Weihnacht und das schlimme ist, sagte man mir jedenfalls, dass viele in Australien erst richtig zunehmen. Andererseits sollen die Leute ja sehr sportbegeistert sein. Ich lass mich einfach überraschen.

Morgen wirds nochmal ein langer Tag bis ich dann schließlich (hoffentlich pünktlich) um 20:15 in FFM abhebe. Dann ein paar letzte Blicke auf Deutschland und eine Mütze Schlaf.
Der Zeitplan sieht einen Zwischenstopp in Dubai nach 6 Stunden Flug vor. Dort bin ich übrigends gespannt, der Flughafen soll ja auch schon eine Attraktion für sich sein. Da ich 4 Stunden später schon weiter fliege wird sich eine Erkundungstour nicht lohnen und darf hoffen, dass ich den Burj Dubai wenigstens vom Flugzeug aus sehen kann (aus sicherer Entfernung bitte ;) ). Um 8:45 Ortszeit werde ich am Sonntag in Melbourne landen, ich hoffe sicher und vollständig. Ein Hostel ist gebucht der rest wird sich zeigen.